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Nach Hochwasser: Beschädigte Autos nicht starten

19 August, 2021

Das Hochwasser an Ahr, Wupper, Swist und Erft hat für immense Schäden gesorgt. Was die eigenen Autos betrifft, dürften diejenigen Glück haben, die das Auto kasko- oder teilkaskoversichert haben.

Autobesitzer mit einer einfachen Autohaftpflicht gehen dagegen leer aus. Doch welche Autos sind ein Totalschaden, bei welchen könnte sich eine Reparatur lohnen?
Die Zeitschrift "Auto Straßenverkehr" liefert in ihrer neuen Ausgabe einen Überblick.

Wichtig zu wissen:
Grundsätzlich gilt, dass ein Auto, das im Hochwasser stand, keinesfalls gestartet wird, die Batterie sollte man abklemmen. Bei Startversuchen würde das Wasser in den Zylindern für schwere Schäden sorgen. Selbst wenn das Auto nur in Niedrigwasser stand, sollte man es nicht starten und auch nicht bewegen. Denn das stark verschmutzte Wasser kann in Lager und den Ansaugstutzen des Motors eingedrungen sein.

Stattdessen sollten Geschädigte unbedingt die Versicherung informieren und die Schäden an Ort und Stelle dokumentieren. Das Auto sollte per Abschleppwagen in die Werkstatt gebracht werden, die am besten entscheiden kann, ob das Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.

Wurde das Auto komplett überspült oder stand es bis zu den Fenstern im Wasser, dürfte es nicht mehr zu retten sein. Stand es nur bis zu den Radnaben im Wasser, kann man Glück haben. Hat das Hochwasser die Schwellerkante überflutet und ist in den Innenraum gelaufen, können niedrig positionierte Elektronikteile wie Lichtmaschine und Gurtstraffer sowie Steuergeräte beschädigt sein. Fraglich ist allerdings, ob die Reinigung des verschlammten Innenraums überhaupt möglich ist. Auch hier müssen Werkstatt und Versicherung entscheiden.
Übrigens:
Auch Autofahrer, die durch überflutete Straßen fahren, riskieren einen schweren Schaden, der von der Versicherung nicht ersetzt wird. Die Wat-Tiefe eines Autos gibt an, welche Wasserhöhe ein Auto unbeschadet verkraftet. In der Regel sind das 25 Zentimeter. Dieser Wert gilt auch für viele SUV. Das heißt:
Steht das Wasser bei der Durchfahrt höher, kann es über den Ansaugstutzen in den Motor gelangen. Die Folge ist der sogenannte Wasserschlag, bei dem Pleuel verbiegen oder brechen und dann den Motorblock beschädigen.
mid/arei

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